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Hebelwirkung

Hebelwirkung bezieht sich auf die Verwendung von geliehenem Kapital oder Finanzinstrumenten zur Steigerung der potenziellen Rendite. Im Zusammenhang mit Handel und Investitionen bedeutet dies, dass geliehenes Geld eingesetzt wird, um die potenzielle Rendite einer Investition zu erhöhen. Leverage kann sowohl Gewinne als auch Verluste erheblich vergrößern.

Hebelwirkung - Illustration des Margenhandels

Wichtige Konzepte

  1. Finanzielle Hebelwirkung: Dies ist der Fall, wenn ein Unternehmen oder eine Privatperson geliehene Mittel verwendet, um zu investieren oder Vermögenswerte zu erwerben. Auf dem Aktienmarkt können Händler eine Hebelwirkung nutzen, indem sie auf Marge handeln.
  2. Operative Hebelwirkung: Dies bezieht sich auf den Anteil der Fixkosten an der Kostenstruktur eines Unternehmens. Ein Unternehmen mit einem hohen Anteil an Fixkosten im Verhältnis zu den variablen Kosten hat einen hohen operativen Leverage, wodurch seine Erträge stärker schwanken.
  3. Margin-Konto: Eine Art von Maklerkonto, das es Anlegern ermöglicht, sich vom Makler Geld zu leihen, um Wertpapiere zu kaufen. Für den geliehenen Betrag fallen Zinsen an.
  4. Verschuldungsgrad: Misst den Grad der Verschuldung eines Unternehmens oder einer Person. Gängige Verschuldungskennziffern sind der Verschuldungsgrad und der Eigenkapitalmultiplikator.

Vorteile und Risiken

  • Vorteile:
    • Potenzial für höhere Renditen: Mit Hebelwirkung können kleine Kursbewegungen aufgrund des größeren Engagements zu erheblichen prozentualen Renditen führen.
    • Diversifizierung: Anleger können ihr Portfolio mit Hilfe von Hebeleffekten diversifizieren, ohne dass sie mehr Kapital einsetzen müssen.
    • Flexibilität: Händler können kurzfristige Kursbewegungen ausnutzen.
  • Risiken:
    • Potenzial für größere Verluste: So wie die Hebelwirkung Gewinne verstärken kann, kann sie auch Verluste verstärken.
    • Margin Calls: Wenn der Wert des Margin-Kontos des Anlegers unter den vom Broker geforderten Betrag fällt, kann dieser eine Nachschussforderung stellen und den Anleger auffordern, mehr Geld einzuzahlen.
    • Zinskosten: Die Aufnahme von Krediten für Investitionen mit Hebelwirkung bedeutet, dass Zinsen anfallen, die den Gewinn schmälern können.
    • Komplexität: Hebelfinanzierte Produkte wie Derivate können komplex sein und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet.

Verwendung in verschiedenen Märkten

  • Aktienmarkt: Händler können Margin-Konten nutzen, um sich Geld zu leihen und mehr Aktien zu kaufen, als sie mit ihren eigenen Mitteln kaufen könnten.
  • Devisenmarkt: Angesichts der hohen Liquidität bietet der Devisenmarkt oft eine beträchtliche Hebelwirkung, die manchmal bis zu 100:1 oder sogar 500:1 reicht.
  • Liegenschaften: Beim Kauf einer Immobilie kommt eine Hebelwirkung ins Spiel, indem eine Hypothek oder ein Darlehen zur Deckung eines erheblichen Teils des Kaufpreises aufgenommen wird.

Zusammenfassung

Hebelwirkung ist ein zweischneidiges Schwert in der Welt der Finanzen und Investitionen. Sie bietet zwar Chancen für höhere Renditen, ist aber auch mit erhöhten Risiken verbunden. Anleger und Händler müssen sich über die Auswirkungen und Kosten der Hebelwirkung im Klaren sein und sollten sie mit Bedacht und im Rahmen ihrer Risikotoleranz einsetzen. Angemessene Risikomanagementtechniken, wie das Setzen von Stop-Loss-Aufträgen und regelmäßige Überwachung, können dazu beitragen, potenzielle Nachteile zu mindern.

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